Der Gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Synonyme: Ackerzichorie, Butterblume, Kettenblume, Kuhblume, Maiblume, Pfaffendistel, Pfaffenöhrlein, Pferdeblume, Bettpisser, Pusteblume

*** Blütezeit: April-Juni, Blütenfarbe: gelb, Blütenblätter: >5, Blütenkörbchen *** ACHTUNG: Die Stängel des G. Löwenzahn enthalten einen weißen Milchsaft – dieser ist aber ungiftig!

Wie du den Gewöhnlichen Löwenzahn erkennen und wo du ihn finden kannst

Wuchshöhe: 10-60cm

Blüte: gelbe Blüten von April-Juni, Blüten in Körbchen mit 3-5cm Durchmesser mit 200-300 einzelnen Zungenblüten. In den Blüten reifen die Früchte heran und wenn diese reif sind, stößt der G. Löwenzahn die gelben Hüllen der Zungenblüten ab. Zurück bleiben die Früchte, die aus dem Samen mit einem haarigen Flugschirm bestehen. Diese können vom Wind kilometerweit getragen werden – das Pusteblumen-Stadium ist erreicht (sh Bild unten); Die Blüten sitzen auf einem hohlen Blütenstängel, der einen Milchsaft mit Bitterstoffen enthält, der die Pflanze vor Wildfraß schützt. Der Milchsaft kann gelegentlich zu Hautreizungen führen, ist aber ungiftig!

Laubblätter: ab März 10-30cm lange lanzettenförmige Blätter, tief eingeschnitten (gezähnt! -> Name!)

Der G. Löwenzahn gehört zu den bekanntesten und am meisten verbreiteten Wildpflanzen Mitteleuropas. Er kommt fast überall an sonnigen Standorten vor – auf Wiesen, Brachflächen, an Wegrändern, in Gärten, Parks, im Gebirge sogar bis in Höhenlagen von 2800m.

Womit du den Gewöhnlichen Löwenzahn verwechseln kannst

Mit den ebenso Löwenzahn genannten Arten der Gattung Leontodon und dem Gewöhnlichen Ferkelkraut. Die Blütenstängel dieser Pflanzen sind jedoch nicht hohl -> wichtiges Unterscheidungsmerkmal!

Was du über den Gewöhnlichen Löwenzahn wissen solltest
  • Löwenzahn als Heilkraut: Löwenzahn ist ein seit der Antike bekanntes wichtiges Heilkraut. Er hilft u.a. bei Leber- und Gallenbeschwerden. Sein Volksname „Bettpisser“ weist auch schon darauf hin, dass er eine harntreibende Wirkung besitzt. Wer mehr über die heilmedizinische Anwendung wissen möchte, den möchte ich HIER hin verweisen.
  • Löwenzahn in der Küche: Besonders die gezähnten Blätter eignen sich wegen des herb-würzigen Geschmacks hervorragend für Wildkräutersalate. Ich möchte euch dazu ein Rezept aus meiner steirischen Heimat für den sogenannten „Röhrlsalat“ ans Herz legen – ihr findet es HIER! Ebenso lecker ist Löwenzahn-Honig aus den Blüten – ein Rezept dazu findet ihr HIER. Auch für Pesto können Löwenzahnblätter verwendet werden – ich hab’s noch nicht probiert – vielleicht habt ihr ein Rezept dazu?
  • Löwenzahn für Kinder: Die Pusteblume ist natürlich ein Kindermagnet, aber auch für viele Erwachsene ist es immer wieder faszinierend, den vielen kleinen Fallschirmchen beim Fliegen zuzusehen. Es lassen sich mit Löwenzahn aber auch noch die schönsten Ketten machen, wenn man die hohlen Stängel einfach ineinandersteckt. Wer begabt ist, kann seinen Kindern auch wunderschöne Kränze flechten – sh. Bild unten – mein Kranz, den ich dem See geschenkt hab… Oder man reißt die Stängel der Länge nach auf und wirft die Streifen ins Wasser – dabei entstehen die schönsten Löwenzahnkringel, die sich wunderbar als schmucke Ringe eignen. HIER ein Video, wie man einen Haarkranz aus Löwenzahn flechtet (ist zwar auf Russisch, aber die Technik ist eindeutig erkennbar!:).
  • Löwenzahn ist eine wichtige Bienenweide!

HINWEIS: Die oben angeführten Informationen ersetzen NICHT den Besuch beim Arzt oder Apotheker. Ich gebe keine Heilversprechen oder Diagnosen ab! Bitte keine Pflanzen oder Pflanzenteile ohne entsprechende Sachkenntnis essen!

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