Der Bärlauch (Allium ursinum)

***Blütezeit: April-Mai, Blütenfarbe: weiß, Blütenblätter: 5-20, essbare Blätter ab März!***

Wird auch Waldknoblauch, Wilder Lauch oder Hexenzwiebel genannt. Wegen seines intensiven Knoblauchgeruchs und -geschmacks, ist er ab dem Erscheinen der Blätter im März ein beliebtes Sammelobjekt zur Herstellung von Pesto, Aufstrichen und Würzen von Gerichten.

Leider hat er einige, teilweise stark giftige Doppelgänger (Maiglöckchen, Herbstzeitlose), denen er entfernt ähnlich sieht.

Er gehört zur Familie der Narzissengewächse und ist mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch verwandt. Die Blätter des Bärlauch erscheinen ab März in Auwäldern und schattig, feuchten Mischwäldern.

Womit du Bärlauch verwechseln kannst…

„Neben der Frühlingsknotenblume – nimm dich in Acht – ist auch der Bärlauch schon erwacht!“ Wie die Frühlingsknotenblume bevorzugt auch der Bärlauch feuchte Böden, weshalb er bei uns zuhause direkt neben dieser wächst (sh. Foto unten – die schmalen, langen Blätter sind die der Frühlingsknotenblume, die breiten Blätter sind Bärlauchblätter). Beim schlampigen Pflücken kann es somit durchaus passieren, dass man hier auch einmal ein Blatt der Frühlingsknotenblume erwischt. Leider erscheint die weiße, doldige Blüte mit 5-20 Blütenblättern des Bärlauch erst im April was eine Unterscheidung noch zusätzlich erschwert. Allerdings riechen nur die Blätter des Bärlauch so stark nach Knoblauch!

Wer sich genauer über eine mögliche Unterscheidung zu den giftigen Doppelgängern – insbesondere Maiglöckchen und Herbstzeitlose – informieren möchte, dem empfehle ich folgende Links:

BÄRLAUCH UND SEINE GIFTIGEN DOPPELGÄNGER

BÄRLAUCH, MAIGLÖCKCHEN ODER HERBSTZEITLOSE?

Ganz abgesehen von der Gefahr der Verwechslung ist der Bärlauch aber eine kostbare und wohlschmeckende Heilpflanze und wird schon seit Jahrhunderten in der Volksmedizin ähnlich wie der Knoblauch eingesetzt. Auf der Seite der Österreichischen Apothekerkammer finden sich HIER folgende medizinische Anwendungsgebiete des Bärlauch:

„Er hilft bei Magen-Darmstörungen, wegen der antibakteriellen Wirkung bei Gärungsdyspepsien, aber auch bei Herz- und Kreislaufproblemen, Blutdruckerhöhung und schlechtem Cholesterin-Status. Zudem kann die Waldpflanze Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit beseitigen. Die Heilkraft beruht auf Schwefelverbindungen im Lauchöl (Vinyldisulfid und Vinylpolysulfide), die beim Haltbarmachen des Lauchs leicht verloren gehen.“

Wer jetzt Lust auf Bärlauch bekommen hat, dem möchte ich noch das folgende ausgezeichnete Rezept für eine Bärlauchsuppe ans Herz legen, das ich vor ein paar Tagen probiert habe – GUTEN APPETIT!:

BÄRLAUCHSUPPE

 

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